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ASTRO-AG Himmelsthür |
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Diese Internet-Seiten sollen einen
Einblick in die Arbeit unserer Astronomie-AG
(gegr. August 2002) am Gymnasium Himmelsthür
(Niedersachsen - Breite: 52,1° - Länge: 9,92°- Höhe: 81m über NN)
geben.
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Zwei Dinge erfüllen das Gemüth mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir. Immanuel Kant (Kritik der praktischen Vernunft, 1788) |
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Beschreibung der Astronomie-AG
Die Astronomie ist eine der
ältesten und zugleich aktuellsten wissenschaftlichen Disziplinen. So
erfährt sie gerade in den letzten Jahrzehnten eine stürmische
Entwicklung und gibt uns neue Denkanstösse über unseren Platz im
Universum. In
der Astro AG soll die Faszination am Blick über den Horizont, den
verschiedenartigsten Objekten im Universum und an der Frage nach dem
Woher und Wohin aufgegriffen werden. Welche
Themen in der Astro AG behandelt werden, soll gemeinsam mit den
Akteuren, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, festgelegt werden. Die
Angaben in diesem Abstract sind daher als Angebote zu verstehen. Mögliche Themengebiete könnten sein:
Da die Möglichkeit besteht, die Teleskope unserer Schule zu benutzen und Hildesheim durch die Restaurierung des Gelben Turms über eine neue Volksternwarte verfügt, sollten wir davon auch Gebrauch machen. Wir können einerseits bei Tage die Sonne beobachten oder uns an Abenden treffen, um den Nachthimmel zu durchstöbern. So ist es natürlich – falls gewünscht - auch möglich, den Schwerpunkt unserer AG auf die Beobachtung zu legen und die Themen beobachtungsnah zu wählen. In den letzten Jahren sind mehrere internationale Astronomie-Schulprojekte aufgebaut worden. So kann man z.B. über das Internet Roboter-Teleskope auf entfernten Kontinenten steuern und dabei viel über internationale Kommunikation, Internettechnologien und Astronomie lernen. Der Einstieg in ein solches Projekt wäre deswegen zu überlegen. Exkursionen
zu Sternwarten oder Planetarien können selbstverständlich auch Teil
der AG sein. So kann ich beispielsweise den Besuch der Universitäts-Sternwarte
Göttingen mit dem Hainberg-Observatorium anbieten. Leiter: Dr. Obach
Zielgruppe: Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 11
bis 13
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| "In
der Astronomie blickt
die Seele aufwärts und reist
von dieser Welt zu einer anderen" Plato (428 - 348 v. Chr.) |
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Teilnehmer der Arbeitsgemeinschaft Die Astronomie-AG Himmelsthür wurde im August 2002 neu gegründet. Die Teilnehmer sind: Alexander Möller |
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Als
Albert Einstein vor einem ausgewählten Kreis über seine Relativitätstheorie
sprach, stand ein zweifelnder Zuhörer auf und rief spöttisch: Gelassen
entgegnete Einstein:
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Auf der Ordinate ist die
Intensität des Lichtsignals, auf der Abszisse die Zeit in
Millisekunden aufgetragen. Die Auswertung der Daten liefert für die
Rotationszeit des Pulsars 33
Millisekunden! Wusstest Du, dass
Pulsare mit die besten Uhren des Universums darstellen? Jetzt wollen wir den Bogen wieder zurückschlagen zur Zerreißgeschwindigkeit eines Sterns. Nehmen wir doch mal an, dass unser Krebsnebel-Pulsar mit Zerreißgeschwindigkeit rotiert. Dann können wir aus der oben gefundenen Bedingung direkt seine mittlere Dichte ableiten: Mit der
Rotationszeit von 33 Millisekunden finden wir für die mittlere
Dichte des Pulsars = 1,3·1014 kg/m3 = 1,3·1011
g/cm3. Die Masse
der meisten beobachteten Neutronensterne beträgt das 1,4
fache der Masse unserer Sonne Im Gegensatz zum
Materiezustand, der Dichte, der Masse und der Magnetfeldstärke
eines Neutronensterns passt der Durchmesser eines Neutronensterns
wieder in unseren menschlichen Erfahrungshorizont: Der
Neutronensterndurchmesser entspricht dem Durchmesser
einer Großstadt.
Organisatorisches:
Donnerstag 3. und 10.10.2002: Herbstferien Donnerstag 17.10.2002: Eingestiegen sind wir heute mit der Besprechung zweier aktueller Meldungen:
Schwarze Löcher
senden im Gegensatz zu vielen anderen kosmischen Objekten selbst kein
Licht aus. Ihre Gravitation ist so stark, dass selbst Licht nicht aus
ihnen entweichen kann. Wir können sie also nur indirekt über
ihre gravitative Wirkung auf ihre Umgebung nachweisen. So verschlingen
viele Schwarze Löcher in den genannten kosmischen Mahlströmen Gas
und Sterne aus ihrem Umfeld. Bei diesem Prozess wird die
Gravitationsenergie der Materie meist enorm effizient in Form von
Strahlung freigesetzt, weswegen diese Systeme zu den
leuchtkräftigsten Objekten in unserem Universum gehören. Einige dieser Schwarzen Löcher schlummern aber vor sich hin, da sie sozusagen auf Diät gesetzt sind. Es befindet sich keine Materie mehr in ihrer Umgebung, die sie verschlingen könnten. Ein solches Schwarzes Loch wird im Zentrum unserer Milchstraße vermutet. Der Nachweis dieses Schwarzen Loches basiert methodisch gesehen auf den gleichen Verfahren, wie auch wir sie in den vergangenen Wochen unserer Astro-AG immer wieder verwendet haben. Man versucht Sterne zu finden, die möglichst nahe um das Zentrum (im Sternbild Schütze) unserer Galaxis kreisen. Schafft man es ihre Geschwindigkeit und den Radius ihrer (Kreis-)Bahn zu bestimmen, so kann man analog zu unseren Überlegungen die Masse des Zentralobjekts bestimmen. Ist der Bereich im dem sich das Zentralobjekte befindet relativ klein (er muss sowieso kleiner als der Bahnradius der Sterne sein), so sind das sehr sichere Indizien dafür, dass das Zentralobjekt ein Schwarzes Loch ist. Wir werden im Verlauf unserer AG noch detaillierter auf Schwarze Löcher eingehen. Zwei hervorzuhebende Punkte haben wir aber bei diesem Exkurs erkannt:
Auch das folgende Problem beschäftigt sich mit der Kreisbewegung: Sicherung der Erde
in ihrer Umlaufbahn durch ein Stahlseil Die Auflösung findest Du durch klicken des Bildes. Donnerstag
17.10.2002 + 07.11.2002: Eigenschaften eines Schwarzen Lochs Heute haben wir uns den letzte Woche
angesprochenen Schwarzen Löchern zugewandt. Nach dem Film haben wir uns gefragt, was ein
Schwarzes Loch überhaupt ist? Der Begriff Schwarzes Loch kursiert
zwar in vielen Medien, wird aber meist nicht definiert. Fragt man
sich, welche primären Eigenschaften ein Schwarzes Loch hat, so ist
die Antwort eigentlich ziemlich einfach:
Uns soll im weiteren nur die Masse
interessieren, da die Masse bei einem Schwarzen Loch die wichtigste
Größe ist. Somit ist ein Schwarzes Loch ein viel einfacheres Gebilde als ein Stern, ein Planet oder ein Mensch (Man überlege sich wie viele Parameter man bräuchte um diese zu beschreiben: die Elementzusammensetzung, die Form der Kontinente, die Haarfarbe, die Schuhgröße, die Lieblingsmusik, ....!). Der Umstand, dass ein Schwarzes
Loch nur durch seine Masse (,den Drehimpuls und die Ladung)
beschrieben werden kann, wurde erst 1983 mit dem sog. NO-HAIR-THEOREM
bewiesen. Mit dem Satz "Schwarze
Löcher haben keine Haare!"
wird die Einfachheit hinsichtlich der Parameter eines Schwarzen Lochs
ausgedrückt. Die
"Oberfläche" eines Schwarzen Lochs Der Ausdruck für den Schwarzschildradius wird einfacher zu handhaben, wenn man die Masse in Einheiten der Sonnenmasse (MSonne = 2·1030kg) angeben kann. Deswegen formen wir folgendermaßen um:
Setzt man die oben gefundenen
bzw. angegebenen Werte für die Gravitationskonstante G=6,67·10-11Nm2/kg2,
die Sonnenmasse MSonne = 2·1030kg und die
Lichtgeschwindigkeit c=300000km/s ein, so erhält man für den
Schwarzschild-Radius: Folglich hat die Sonne einen
Schwarzschild-Radius von 3 Kilometern.
Übung: Berechne den Schwarzschild-Radius RS für unsere Erde unter Verwendung der oben gefundenen Masse der Erde. Lösung: Die Masse der Erde beträgt ME= 6,0·1024 kg. Man erhält somit für den Schwarzschild-Radius RS der Erde:
Ein Schwarzes Loch mit der
Masse der Erde hätte also die Größe der nebenstehenden
Kreisscheibe: Bedenke aber: Auch wenn dieses Schwarze Loch recht handlich erscheint, so unterschätze seine Wirkung nicht. So wirst Du von diesem Schwarzen Loch im Abstand von 50 cm vor deinem Bildschirm mit einer Kraft angezogen, die die Schwerkraft, die dich auf dem Stuhl hält, um das1014fache übertrifft. Es würde dich - vorsichtig ausgedrückt - also nicht auf deinem Stuhl halten und auch das Festhalten am Stuhl würde wenig nützen.
Freitag
08.11.2002: Am 8.11.2002
wurde die Volkssternwarte
Gelber Turm mit einer Abendveranstaltung offiziell eröffnet. Der
Einweihungsabend wurde auch v Nach dem Auftakt in der VHS ging es zum Gelben Turm. Dort wurde hoch auf dem Gelben Turm unter der 5,50m-Kuppel das neue 60cm-Cassegrain-Spiegelteleskop gezeigt und Fragen bzgl. des Aufbaus des Teleskops und der Funktionsweise der Teleskopmontierung und -nachführung beantwortet.
Die mittlere Dichte eines Schwarzen Lochs Nach dem "NO-HAIR-THEOREM"
kann die Dichte auch nur wieder von der Masse des Schwarzen Lochs
abhängen. Die mittlere Dichte ergibt sich aus dem Verhältnis von
Masse und Volumen des Schwarzen Lochs: Dabei haben wir für das Volumen
des Schwarzen Lochs die Ereignishorizont-Sphäre verwendet. Setzen wir
die obige Beziehung für den Schwarzschild-Radius ein, so erhalten wir
für die mittlere Dichte
eines Schwarzen Lochs: Mit dieser Formel können wir
Wie die Formel zeigt, nimmt die mittlere Dichte eines Schwarzen Lochs mit der Masse ab. Als Folge wird die mittlere Dichte eines Schwarzen Lochs während des Akkretionsprozesses - dem Verschlingen von Materie - kleiner! Für ein Schwarzes Loch mit der
Masse unserer Sonne finden wir für die mittlere Dichte einen
unvorstellbaren Wert, der weit
über dem der Dichte von Kernmaterie
liegt: 1016
g/cm3 (Ein
Schwarzes Loch mit der Masse unserer Erde hätte sogar einen mittlere
Dichte von 1027g/cm3!). Da die mittlere Dichte antiproportional zum Quadrat der Masse des Schwarzen Lochs ist, ist ihr Wert um den Faktor 1016-1018 kleiner. Die mittlere Dichte eines solchen galaktischen Schwarzen Lochs entspricht ungefähr der von der Luft, die uns umgibt (1g/l).
Donnerstag 14.11. und 21.11.2002: Leben
im Kosmos
Inspiriert durch den Vortrag
von Herrn Dr. Obach
zur Einweihung der Sternwarte Gelber Turm schlugen Teilnehmer
der AG vor, das Thema "Leben im Kosmos" anzugehen.
"Manchmal glaube ich, der beste Beweis dafür, dass es anderswo intelligentes Leben gibt, ist der, dass noch niemand versucht hat, Kontakt zu uns aufzunehmen." Calvin zu Hobbes
Da gestern eine Diskussion zu den Ansätzen der Astrologie entstand, hatte heute André aus diesem aktuellem Anlass seinen Gyro-Twister mitgebracht. Die Teilnehmer der AG konnten seine Funktion testen und dabei die Parallelen zu einem Kreisel diskutieren. Ein Gyrometer (Kreisel) diente uns anschließend als Modell der Erdrotation und der Präzession der Erdachse. Die Periode der Präzession der Erdachse beträgt 26000 Jahre. Als Folge wandert auch der Himmelsnordpol auf einem Kreis am Himmel. Die drastischen Konsequenzen für die Grundlagen der Astrologie wurden diskutiert und Widersprüche aufgezeigt. Im Anschluss haben wir zum weiteren Einstieg in das Thema Leben im Kosmos eine Dokumentation mit dem Thema Sind wir allein? gesehen.
Zum Einstieg schauten wir heute einen Film über
die Entdeckung von Exoplaneten. In
der Dokumentation wurde geschildert wie vor einigen Jahren die ersten
Planeten in anderen Sonnensystemen entdeckt wurden. Ferner wurde von
einer Planetenjägerin und einem Planetenjäger aus den USA ein
Einblick in den aktuellen Stand der Forschung auf diesem Gebiet
gegeben. Entfernungsangaben im Universum: Gibt man astronomische Entfernungen in den physikalisch üblichen Maßeinheiten m oder km an, so sind sie meist kaum vorstellbar. Eine Vorstellung gewinnt man eher durch den Vergleich mit anderen kosmischen Entfernungen. In unserem Sonnensystem eignet sich daher der Abstand der Erde von der Sonne, die sogenannte Astronomische Einheit, als Entfernungsskala:
Außerhalb des Sonnensystems wird das Lichtjahr verwendet:
1 LJ = 63271 AE
Neben dem Lichtjahr gibt es eine weitere gebräuchliche Einheit, das Parsec:
Eine gute Beschreibung von Entfernungen im Kosmos ist auch hier zu finden.
Donnerstag 12.12.2002: Heute haben wir uns zunächst weiter mit Entfernungen im Kosmos und den gebräuchlichen Entfernungseinheiten der Astronomie beschäftigt. Danach haben wir den letzten Teil der Dokumentation zu der Suche nach Außerirdischem Leben gesehen. Das nächste Mal wird Robin uns einen Überblick über das SETI (Search for Extraterrestrial Intelligence)-Projekt geben. Donnerstag 19.12.2002: Heute haben wir bei Kaffee und
Keksen unser Treffen zur freien Diskussion über die zurückliegenden
und weiteren Themen unserer AG genutzt. Frohe Weihnachten wünscht die Astronomie-AG Himmelsthür!
Donnerstag 26.12.2002 und 2.01.2003: Weihnachtsferien
Donnerstag
09.01.2003: Weiteres ist auch unter diesem Link
zu finden: www.alien.de/seti.
Das Projekt in den USA ist hier: Außerdem haben wir geplant, dass uns Arvi in das Projekt nach der Suche von Leben auf dem Jupitermond Europa eine Einführung geben wird.
Donnerstag 16.01.2003: (Bild: Film Contact ) Donnerstag 23.01.2003: Donnerstag 30.01.2003: Unseren Halbjahresabschlusstermin nutzten wir um über den Verlauf des Halbjahres zu sprechen und sich daraus ableitende Fragestelungen zu diskutieren. Donnerstag 13.02. und 20.2.2003: Auch in diesem Halbjahr treffen wir uns wieder
donnerstags in der 7. Stunde im Physikbereich oder den
Computerräumen. Wir freuen uns, dass eine neue Teilnehmerin, Karen
Kruska, zu unserer AG hinzugestoßen ist. Ferner stellte uns Herr Dr. Obach zum Abschluss unseres Themas, Leben im Kosmos, noch eine Multimedia-CD von Stephen Hawking mit dem Thema Leben im Kosmos vor. Mit der CD kann man zu Hause noch mal durch das weite Feld dieses Themas streifen und sich in Schwerpunkthemen mit faszinierenden Fragestellungen zu dem Leben an sich, dem menschlichen Leben und der möglichen Existenz anderer Lebensformen beschäftigen.
Entfernungsbestimmung
mit pulsierenden
Sternen, heißt unser neues Thema. Bei dieser Methode wird
eine bestimmte Klasse pulsierender Sterne verwendet, die
sogenannten Cepheiden. Bei
Cepheiden, die wegen ihrer Bedeutung für die Entfernungsmessung im
Kosmos auch Standardkerzen des Universums
genannt werden, handelt es sich um pulsierende Gelbe
Überriesen,
deren Leuchtkraft regelmäßig schwankt. Benannt sind diese Sterne
nach ihrem Prototypen, Delta-Cephei, dem vierthellsten Stern im
Sternbild Cepheus. Schwingungsperiode des Cepheiden
Das nächste Mal werden Marc Hauptmann und Karen Kruska die AG leiten, da Herr Dr. Obach an der Universität Oldenburg ist. Geplant ist die Bestimmung der Leuchtkraft des Cepheiden fortzuführen und anschließend die Entfernung des Cepheiden von der Erde zu bestimmen. Die anderen wollen zum nächsten Mal historische Hintergründe des Verfahrens erarbeiten. Dabei sei im Besonderen der Name Henrietta Leavitt erwähnt.
Schwingungsperiode des Cepheiden (Fortsetzung von Karen Kruska und Marc Hauptmann) | |